Das Beitragsbild zu "Hundesport - Die beliebtesten Sportarten mit Hund im Überblick" zeigt einen joggenden Mann, der die Leine seines Hundes um die hüfte gebunden hat. Der Hund läuft an gespannter Leine freudig vorne weg.

Hundesport: Die beliebtesten Sportarten mit Hund im Überblick

Das Beitragsbild zu "Hundesport - Die beliebtesten Sportarten mit Hund im Überblick" zeigt einen joggenden Mann, der die Leine seines Hundes um die hüfte gebunden hat. Der Hund läuft an gespannter Leine freudig vorne weg.

Hund und Mensch als Team – beim Hundesport ist das unverzichtbar. Und das Beste: Es gibt für fast jeden Hund die passende Sportart, unabhängig von Rasse, Alter oder Fitness. Wir stellen dir die beliebtesten Hundesportarten vor – und erklären dir alle Basics rund um Hundesport. 

Hundesport: Was ist das überhaupt?

Beim Hundesport steht die gemeinsame Bewegung mit dem Hund im Vordergrund – ohne Drill, Zwang oder Druck, sondern mit Spaß und Teamspirit. Nicht etwa sportliche Höchstleistungen, sondern die Gemeinschaft zwischen dir und deinem Hund stehen im modernen Hundesport im Mittelpunkt.

Deshalb kannst du auch mit fast jedem Hund Hundesport machen – die Auswahl ist nämlich riesengroß und bietet für jedes Bedürfnis genau das Richtige. Ganz egal ob alt, jung, Athlet oder Couch-Potato: Auch für deinen Hund findest du garantiert eine Sportart, die euch beiden Spaß macht. 

Wie finde ich die richtige Hundesportart für mich und meinen Hund?

Hunde sind so individuell wie wir selbst. Nicht jeder Border Collie hat Lust auf Agility und nicht jeder Schäferhund findet Gefallen an Fährtenarbeit. 

Überlege dir deshalb: Woran hat mein Hund im Alltag wirklich Spaß? Liebt er schnelle, sportliche Aktivitäten? Ist er ein passionierter Spurenleser – oder ist er ein kleiner Clown, der Tricks schneller lernt als jeder andere? Danach solltest du dir die Sportarten aussuchen, die infrage kommen. 

Wichtig ist: Auch, wenn du vielleicht gerne Pokale im Agility gewinnen oder die Bestzeit im Canicross schlagen möchtest – an erster Stelle sollte immer der Spaß und die Gesundheit deines Hundes stehen.

Sonst sorgst du nur für Frust auf beiden Seiten. 

Beliebte Hundesportarten im Überblick

Agility

Beim Agility musst du gemeinsam mit deinem Hund einen Parcours mit verschiedenen Hindernissen möglichst schnell und fehlerfrei bewältigen. Dein Hund läuft dabei frei und wird von dir angeleitet. Zu den gängigen Hindernissen gehören einfache Sprünge, Reifen, Tunnel, Wippen oder Slalom. 

Wenn du Agility lediglich als gemeinsames Hobby ausüben möchtest, kannst du den Sport mit fast jedem Hund ausüben – solange er gesund ist. Willst du aber in den Turniersport, sind vor allem kleinere bis mittelgroße Hunde geeignet. Absolute Voraussetzung dafür ist ein komplett gesunder und ausgewachsener Hund. 

Rally Obedience

Beim Rally Obedience bewältigst du mit deinem Hund einen Parcours mit Schildern, auf denen verschiedene Übungen aus der Fußarbeit stehen. Den Hund ins Sitz schicken, Umrunden, Slalom, Abruf aus Distanz und viele andere Aufgaben gehören zu der beliebten Sportart. Hier geht es weniger um Tempo, sondern mehr um Kopfarbeit.

Rally Obedience kannst du mit praktisch jedem gesunden Hund machen. Sogar alte oder eingeschränkte Hunde können, sofern sie keine Schmerzen haben, an dem Hundesport teilnehmen. Gleichzeitig arbeitest du hier auch am allgemeinen Gehorsam.

Obedience

Auch im Obedience geht es in erster Linie um Fußarbeit. Anders als bei Rally Obedience werden dir die Übungen aber angesagt und nicht von Schildern vorgegeben. Außerdem werden hier je nach Klasse auch Dinge wie Apport, Geruchsidentifikation und Gruppenübungen abgefragt.

Auch Obedience kannst du mit jedem grundlegend gesunden Hund machen. Gerade für Hunde, denen es schwer fällt, sich zu konzentrieren, kann Obedience wertvoll sein. Denn hier ist vor allem sauberes und genaues Arbeiten gefragt.

Canicross / Bikejöring / DogScooter

Laufen ist voll euer Ding? Dann ist Canicross wie gemacht für euch. Dabei läuft der Hund in einem Zuggeschirr an einer speziell gefederten Leine vor dir her – und zieht dich dabei mit. Canicross gehört also zum Zughundesport. Auch beim Bikejöring oder DogScooter läuft dein Hund auf Zug vor dir her – ist hier aber entweder an einem Rad oder einem Scooter angeleint. 

Alle drei Zugsportarten erfordern ein hohes Maß an Fitness von Hund und Mensch. Deshalb sollten auch nur ausgewachsene, gesunde und fitte Hunde diese Sportarten ausüben. Wichtig ist hier auch die passende Ausrüstung. Dein Hund braucht ein passendes Zuggeschirr und eine Zugleine – du einen Hüftgurt oder eben ein passendes Rad oder einen Scooter. Such dir unbedingt einen guten Trainer, der dich bei den ersten Versuchen begleitet. 

Dog Dancing

Wer es musikalisch mag, der ist beim Dog Dancing genau Richtig. Hier lernt dein Hund verschiedene Tricks und Übungen, die anschließend mit Musik zu einer Choreo zusammengebaut werden. So kannst du gemeinsam mit deinem Vierbeiner das Tanzbein schwingen – ganz nach eurem persönlichen Niveau.

Dog Dancing kann jeder gesunde Hund machen. Das Schöne daran: Du kannst jede Choreo ganz individuell an euer Leistungsniveau anpassen. So hast du schnell erste Erfolgserlebnisse – und baust gleichzeitig den Grundgehorsam deines Hundes weiter aus. 

Dummytraining

Dummytraining spricht einen der tiefsten Urinstinkte unserer Hunde an: Das Stöbern und Suchen nach Beute. Auch deshalb macht so vielen Hunden die Nasenarbeit enorm viel Spaß. Ursprünglich kommt die Dummyarbeit aus der Jagdszene – die Hunde dort sollen schließlich das erlegte Wild zurück zum Menschen bringen. Die Dummys werden dafür entweder versteckt oder geworfen, dein Hund bringt ihn anschließend zurück. 

Im Grunde kann jeder Hund Dummytraining machen. Du kannst den Schwierigkeitsgrad und die Art des Trainings ganz individuell auf euch anpassen und auch gut allein üben. Du brauchst weder zwingend einen Hundeplatz noch viel Ausrüstung – nur dich und deinen Vierbeiner. 

Fährtenarbeit / Mantrailing

Auch die Fährtenarbeit bedient die grundlegenden Instinkte deines Hundes. Bei der klassischen Fährtenarbeit legt ein Mensch einen Gegenstand auf einem bestimmten Gelände ab. Der Hund folgt anschließend genau der Spur des Menschen, bis er den Gegenstand gefunden hat. Beim Mantrailing, wo der Hund lediglich der Geruchsspur des Menschen folgt, folgt der Hund hingegen nicht exakt der Spur des Menschen. 

Fährtenarbeit und Mantrailing kann jeder gesunde Hund machen. Je nach Trainingslevel und -ziel sollten Mensch und Hund aber durchaus sportlich ambitioniert sein. Wie fast immer kannst du aber auch diese Sportart ganz individuell an dich und deinen Hund anpassen.

Flyball

Staffellauf mit Ball – das beschreibt Flyball vermutlich am Besten. Dabei überwindet dein Hund mehrere Hindernisse, um am anderen Ende einen Ball abzuholen und dann wieder über die Hindernisse zurückzulaufen. Gestartet wird im Team auf Zeit.

Flyball ist nur für ausgewachsene, gesunde und sportliche Hunde geeignet. Du brauchst ein entsprechendes Team, die passende Ausrüstung und einen Hundeplatz, auf dem ihr trainieren könnt. Ein anspruchsvoller Hundesport, der etwas mehr Aufwand mit sich bringt. 

Gebrauchshundesport

Wenn man so will, ist der Gebrauchshundesport die Grundlage unseres heutigen Hundesports. Früher zeigten vor allem Diensthunde wie Schäferhunde oder Rottweiler hier ihr sportliches Können, heute sind grundsätzlich alle Rassen erlaubt. Zum Gebrauchshundesport gehören drei Bereiche: Fährten, Gehorsam und Schutzdienst.

Grundsätzlich kann jeder gesunde Hund Gebrauchshundesport machen – die Rasse ist mittlerweile nicht mehr entscheidend. 

Dog Frisbee / Dog Disc

Beim Dog Frisbee oder Dog Disc fängt dein Hund eine geworfene Frisbee. Was zunächst nicht allzu komplex klingt, wird oftmals mit hoher Geschwindigkeit und zusätzlichen Tricks kombiniert. Eine rasante Sportart, die für Coach-Potatoes eher nicht geeignet ist.

Weil Dog Frisbee hohe Geschwindigkeiten und Sprünge erfordert, sollte dein Hund ausgewachsen, gesund und auf keinen Fall übergewichtig sein. Angemessenes, nicht übermäßiges Training ist entscheidend, wenn den Hund gesund bleiben soll. 

Hoopers / NADAC

Beim Hoopers, auch NADAC genannt, absolvieren Hunde einen Parcours, der entfernt einem Agility-Parcours ähnelt. Der entscheidende Unterschied: Es gibt hier keine Sprünge oder engen Wendungen. Außerdem hast du nur einen kleinen Bereich zur Verfügung, in dem du dich bewegen darfst. Dein Hund wird auf Distanz durch die Bögen geschickt.

Hoopers ist aufgrund der fehlenden Sprünge vor allem für ältere oder eingeschränkte Hunde geeignet. Aber auch für Menschen, die nicht mehr gut zu Fuß sind, ist der Hundesport eine tolle Alternative zu Agility. 

Longieren

Beim Longieren wird der Hund unangeleint und rein körpersprachlich um einen gesteckten Kreis gelenkt. Auch Richtungs- und Tempowechsel sind möglich. Das Schöne daran: Longieren verbessert die Kommunikation zwischen dir und deinem Hund.

Longieren ist für fast jeden gesunden Hund geeignet. Du kannst das Niveau ganz einfach an dich und deinen Vierbeiner anpassen – und den Sport so auch bis ins hohe Alter betreiben.

Treibball

Beim Treibball schiebt (oder treibt) ein Hund verschiedene große Bälle in ein Tor. Die Reihenfolge, in der der Hund die einzelnen Bälle ins Tor treiben soll, ist festgelegt. Dem Hund verlangt Treibball jede Menge Selbstbeherrschung ab – schließlich darf er nicht jeden Ball wahllos vor sich herschieben.

Vor allem Hütehunde haben Spaß am Treibball – aber du kannst grundsätzlich mit jedem gesunden Hund starten. 

Wie fange ich mit Hundesport an? 

Hundeschulen bieten heutzutage viele verschiedene Hundesportarten an. Oftmals kannst du auch ein paar Schnupperstunden nehmen, um zu testen, welcher Kurs auch wirklich zu euch passt. Auch, wenn ihr in ein, zwei Teststunden natürlich nicht zum Top-Athleten werdet, kannst du doch schnell erkennen, ob du und dein Hund Spaß am Training haben – und dein vierbeiniger Trainingspartner den Anforderungen des Sports gewachsen ist. 

Auch spezielle Hundesportvereine bieten in der Regel eine Vielzahl von Hundesportarten an. Bei einem Hundesport-Dachverband, zum Beispiel dem DVG, findest du schnell Vereine in deiner Nähe, die deine Sportart anbieten. Auch hier kannst du meist ein paar Schnupperstunden nehmen – und verschiedene Sportarten ausprobieren. 

Hundesport in der Hundeschule Fellnase

Wenn du jetzt richtig Feuer und Flamme für Hundesport bist – und aus der Umgebung von Ammerthal stammst – dann schau doch gerne in unseren Hundesport-Kursen vorbei! Spaß und Freude am gemeinsamen Sport steht bei uns immer im Vordergrund, Drill und Druck haben bei uns keinen Platz. Wir wollen, dass du gemeinsam mit deinem Vierbeiner Spaß an der Bewegung findest – und ihr ein unzertrennliches Team werdet. 

Entdecke jetzt unsere Hundesport-Kurse!

Das Beitragsbild zu "Zecken beim Hund" zeigt eine Zecke, die auf einem Grashalm sitzt und auf ihre Beute wartet.

Zeckenbiss beim Hund – Was tun? 

Zecken beim Hund – ein leidiges Thema, welches die meisten Hundehalter früher oder später einmal betrifft. Ein Zeckenstich kann gefährliche Krankheiten auf den Hund übertragen. Je früher eine Zecke beim Hund erkannt wird und je schneller wir darauf reagieren, desto besser ist der Schutz gegen Infektionen wie Borreliose. Wir erklären euch, wie ihr euch am besten verhaltet, wenn ihr oder euer Hund von einer Zecke gebissen werdet und wie ihr eure Hunde am besten davor schützt

Das Beitragsbild zu "Zecken beim Hund" zeigt eine Zecke, die auf einem Grashalm sitzt und auf ihre Beute wartet.
Zecken warten geduldig an unscheinbaren Orten auf ihre Beute.

Zecken Hot-Spots in Deutschland

Im Gegensatz zu Flöhen, die zu der Familie der Insekten gehören, sind  Zecken Spinnentiere, die in der Natur leben und sich vom Blut ihrer Beutetiere ernähren. Aufgrund ihrer Größe und Geschwindigkeit sind diese Schmarotzer können diese Tiere ihrer Beute nicht einfach hinterherlaufen. Daher hält sich die Zecke häufig an den Orten auf, an denen sich auch ihre Beute aufhält. 

Zecken findet man daher besonders im hohen Gras oder in Waldwegen. Da Wildtiere auch gerne den leichten Weg durch Wald und Wiesen nehmen, findet man Zecken auch häufig in der Nähe von Waldlichtungen und Waldwegen. Auch an den Schlafplätzen und Trinkstellen der Wildtiere findet man die kleinen Plagegeister vermehrt. 

Findet man ungewöhnlich viele Zecken auf dem Hund, so spricht man im Volksmund häufig davon, dass der Hund durch ein “Zeckennest” gelaufen sei. Diese Annahme ist halbrichtig: Zecken bauen zwar keine Nester, halten sich aber natürlich vermehrt dort auf, wo auch Beutetiere vorbeikommen – sie warten dort also auf ihr laufendes Buffet. 

Das RKI bietet auf seiner Homepage eine Karte mit den “Zecken Hot-Spots” Deutschlands. In diesen Gebieten kommt es zu den meisten FSME Infektionen nach einem Zeckenbiss. Die Erreger dieser Krankheit können sowohl beim Hund als auch beim Menschen zu einer Übertragung der Krankheit führen. 

Damit weder Mensch noch Hund sich mit unnötigen Krankheiten infizieren, muss zum Schutz vor diesen Krankheitserregern sowohl der Hund als auch der Halter gründlich nach Zecken abgesucht werden. Das entfernen von noch krabbelnden Zecken bleibt die effektivste Methode zum Vorbeugen von Krankheiten und Infektionen

Zeckenbiss beim Hund

Hunde sollten nach jedem Spaziergang durch ihre Halter auf Zecken kontrolliert werden. Das Zeckenvorkommen innerhalb Deutschlands ist stark unterschiedlich, in den nördlichen westlichen Bundesländern gibt es laut Fallzahlen des RKI nur wenige Exemplare. Im starken Kontrast dazu stehen die Fallzahlen im Südosten Deutschlands: Die Landkreise Tirschenreuth und Amberg-Sulzbach sind Spitzenreiter, wenn es um gemeldete Zeckenbisse geht. 

Zecken, die noch krabbeln, sollten umgehend entfernt werden. Die Tiere stehen nicht unter explizitem Schutz und dürfen beseitigt werden. Zecken sollten entweder zerdrückt und entsorgt oder in hochprozentigem Alkohol (>40%) ertränkt werden. Beim Kontakt mit den Körperflüssigkeiten der Zecke ist umgehendes Händewaschen und Desinfizieren ratsam. Das Herunterspülen im Waschbecken oder in der Toilette macht den Tieren nicht besonders viel aus: Die Tiere können auch in der Natur viele Stunden unter Wasser problemlos überleben

Zecken richtig entfernen

Je länger eine Infizierte Zecke festgebissen ist, desto größer ist das Risiko, dass gefährliche Krankheiten übertragen werden. Da einige dieser Krankheiten durchaus tödlich enden können, sollte der Körper des Hundes und der des Menschen gründlich abgesucht werden. 

Festgebissene Zecken müssen so schonend wie möglich entfernt werden. Beim Verwenden einer Pinzette darf der Körper des Blutsaugers nicht gequetscht werden. Das führt dazu, dass die Zecke ihren Speichel in die Blutbahn des Hundes erbricht. Die Infektionsgefahr wird dadurch enorm erhöht. 

Sogenannte Zeckenhaken oder “Zeckenkarten” verhindern das Quetschen des Körperes der Zecke beim Blutsaugen. Dadurch bieten diese Hilfsmittel eine gute Möglichkeit, diese Parasiten so schonend wie möglich zu entfernen.

Beim Entfernen sollte man immer so nah an der Haut wie möglich anpacken – also an den Beißwerkzeugen. Durch leichtes Drehen löst sich die Zecke und lässt sich rückstandslos entfernen. Sollte beim Entfernen der Kopf der Zecke zurückbleiben, sollte ein Tierarzt aufgesucht werden. 

Wirkt der Hund ein paar Tage nach dem Zeckenbiss lethargisch oder weist andere Verhaltensveränderungen oder neurologische Ausfälle auf, sollte sofort beim Tierarzt angerufen werden. Dieser prüft das Blut des Hundes in den meisten Fällen auf die häufigsten durch zecken übertragene Krankheiten wie Ehrlichiose, Babesiose FSME und Anaplasmose.

Zeckenbiss beim Menschen 

Wird man als Mensch von einer Zecke gebissen, ist diese ebenfalls so schonend wie möglich zu entfernen. Die Bissstelle muss beobachtet werden, um Veränderungen an der Haut schnell zu erkennen. Ärzte kreisen diese Hautstellen häufig mit einem wasserfesten Stift ein. Rötet sich die Haut oder entwickeln sich fieber- oder grippeähnliche Symptome, ist es Zeit für einen Termin beim Hausarzt. Die Zecke selbst kann entweder durch den Arzt oder von einem selbst an das RKI geschickt werden. Dieses prüft die Zecke auf mögliche Krankheitserreger.  

Durch Zecken übertragene Krankheiten

Der Biss der Zecke selbst ist schmerzlos. Häufig bemerkt man die Zecke erst durch ein leichtes Fremdkörpergefühl auf der Haut. Die Krankheiten, die durch den Biss der Zecke übertragen werden können, sind jedoch sehr viel ernster. 

Zu den häufigsten von Zecken übertragenen Krankheiten gehören FSME (Frühsommer-Meningoenzephalitis), Lyme-Borreliose, Anaplasmose und Babesiose (“Hundemalaria”). Die Krankheiten sind “Zoonose” und können somit sowohl den Menschen als auch den Hund befallen. Krankheiten wie Anaplasmose und Babesiose sind zwar beim Vierbeiner therapierbar, aber nicht heilbar. 

Die Symptome reichen je nach Krankheit von Lethargie und Appetitlosigkeit bis zu Lahmheit, Krämpfen und neurologischen Ausfällen. Hunde, die unter diesen Krankheiten leiden, müssen ihr Leben lang in tierärztlicher Behandlung bleiben. Zusätzliche Erkrankungen wie Fieber, Entzündungen oder Durchfall verschlimmern die Symptome der Zeckenerkrankungen. Aus diesem Grund sollte jeder Hundehalter besonders verantwortungsvoll mit seinem Tier umgehen. 

Schutz vor Zecken beim Hund

Für einen effektiven Schutz vor Zecken gibt es (leider) kein Wundermittel. Es ist eine vielschichtige Angelegenheit die besondere Aufmerksamkeit und Vorsicht von uns Menschen erfordert. Sowohl für den Mensch als auch für den Hund gibt es Impfstoffe gegen eine Auswahl der von Zecken übertragenen Krankheiten. Diese Stellen alleine keinen umfangreichen Schutz dar, dienen jedoch sehr wohl einer Gefahrenvermeidung durch potenziell gefährliche Krankheiten. 

Die beste Art und Weise sich und den Hund vor  Zecken zu schützen, ist und bleibt das Absuchen des Körpers bei Mensch und Hund. Das Thema Zecken wird jeden Hund und Halter begleiten, deshalb sollten wir uns schon ab dem Welpen-Alter darin üben, unseren Hund in Ruhe und ohne Hektik nach den Blutsaugern abzusuchen.

Um den Hund gegen die restlichen Parasiten zu schützen, die sich unserem wachsamen Blick entzogen haben, gibt es Zeckenschutzmittel die von den Tierärzten bezogen werden können. Gerade in Süddeutschland ist es ratsam, seinen Hund und dessen Gesundheit mit diesen Mitteln optimal zu schützen.

Fazit

Wer einen Hund hat, wird wahrscheinlich früher oder später mit diesem Thema konfrontiert werden. Als verantwortungsvolle Halter sind wir es den Haustieren schuldig, diese so gut wie möglich vor Krankheiten und Parasiten zu schützen. Gerade Zecken stellen mit den Krankheiten, die sie übertragen, eine große Gefahr dar. Eine Beratung durch den Tierarzt ist daher wichtig und unbedingt ratsam. 

In unserem Blog bekommst du weitere spannende Informationen zu diesem und anderen Themen:

Beitragsbild zu: Stimmungsübertragung effektiv im Hundetraining einsetzen

Stimmungsübertragung effektiv im Hundetraining einsetzen

Beitragsbild zu: Stimmungsübertragung effektiv im Hundetraining einsetzen

Viel zu oft stehen wir uns mit unserer Stimmung während des Trainings im Weg. Jedoch sind nicht nur wir selbst durch unsere Emotionen in unserer Handlung eingeschränkt: Auch unsere Hunde werden durch unsere Gefühle beeinflusst. Häufig machen wir unseren Hunden ihr Leben dadurch viel schwerer, als es eigentlich sein muss. Warum sowas passiert und was man dagegen unternehmen kann, erkläre ich euch in diesem Beitrag. 

Was ist “Stimmungsübertragung”?

Hundeschule Fellnase
Um uns im Training nicht von der Stimmung unserer Hunde beeinflussen zu lassen, ist es wichtig, dass wir im Training bei uns selbst bleiben können.

Viele Hundehalter haben den Begriff “Stimmungsübertragung” zwar schon einmal gehört, können diesen aber nicht so richtig einordnen. Stimmungsübertragung ist das, was uns häufig im Weg steht, wenn wir mit unseren Hunden in neuer Umgebung Ruhe Üben möchten. Das Wort selbst sagt es zu einem großen Teil auch schon: Eine Stimmung, also eine Emotion, wird zu einem anderen Individuum übertragen. Man könnte hier auch von einer Art “Empathie” sprechen. Die Stimmungsübertragung funktioniert über mehrere Kommunikationskanäle gleichzeitig: Optik, Haptik, Akustik. 

Es ist die Zusammenfassung des Verhaltens, was wir von einer Person oder einem Haustier beobachten können, wenn sich diese in einer bestimmten Situation befindet. 

Experiment zum selbst ausprobieren:

Aufbau: 

Wir brauchen dafür zwei Personen und im besten Fall eine Puls-Uhr. 

Person 1 bekommt die Puls-Uhr angelegt. 

Durchführung: 

Person 1 setzt sie sich in entspannter Haltung auf einen Stuhl oder eine Couch. 

Person 2 bewegt sich die ganze Zeit über durch die Gegend. Atmet tief ein und laut hörbar über den Mund wieder aus – ein klassisches Seufzen also. Immer wenn Person 2 stehen bleibt, schaut sie sich auf die Armbanduhr, tippt mit den Füßen auf den Boden und zieht die Augenbrauen nach oben. 

Beobachtung: 

Der Puls von Person 2 wird aufgrund der durchgeführten Handlungen über dem Ruhepuls liegen, mit etwas Mühe sogar noch höher. Das ist ja auch kein Wunder, Person 2 ruht auch nicht auf der Couch. 

Die Überraschung fängt an, wenn wir uns die Aufzeichnung der Pulsuhr von Person 1 ansehen: Der Herzschlag von Person 1 wird zwar nicht ganz so schnell sein, wie der von Person 2 – er wird jedoch erkennbar über dem normalen Ruhepuls liegen. Die Handlungen, die Person 2 zeigt, stehen in den meisten Kulturkreisen auf der Welt für Stress. Diese “Stimmung überträgt” sich vollkommen unabsichtlich und unterbewusst auf Person 1.

Ergebnis: Der Stress von Person 2 hat sich auf Person 1 übertragen. 

Dieses Phänomen nennt sich “Stimmungsübertragung”.

Im Verlaufe des Beitrags werde ich auch immer wieder davon sprechen, sich nicht “mit einer Stimmung/Emotion anstecken zu lassen”. Auch das ist Stimmungsübertragung.

Die Frage, die sich hier häufig stellt, ist: Warum der Puls von Person 2 hier nicht einfach sinkt, weil die Stimmung von Person 1 sich auf sie überträgt? 

Tatsächlich wird das bei wenigen Versuchsdurchführung auch so passieren. Nicht nur das: Es kann auch sein, dass die Intensität der Handlungen von Person 2 zusehends geringer wird. Das Übertragen von Stimmungen ist etwas fantastisches – es passiert nämlich zu hundert Prozent unbewusst und ist daher von uns auch nicht bewusst beeinflussbar. Jedenfalls nicht ohne Tricks.

Atemübung:

breathing dog Hundeschule Fellnase
Atemübungen helfen uns dabei, uns von der Stimmung unserer Hunde nicht anstecken zu lassen.

Bist du im Stress oder atmest du schon?

Der einfachste Trick für besseren Selbstschutz im Thema “Stimmungsübertragung” ist bewusstes Atmen. Im Stress wird unsere Atmung flach – manchmal fällt sie sogar vollkommen aus. Einige Hundehalter von leinenreaktiven Hunden sind durch die vergangene Lernerfahrung mit ihren Hunden so stark gestresst, dass sie die Luft in diesen Situationen anhalten. 

Durch bewusstes Atmen können wir direkt Einfluss auf bestimmte Nerven in unserem Körper nehmen (Nervus Vagus) und so gezielt Teile unseres Nervensystems stimulieren (Parasympathikus). 


Probier’s aus und beobachte deine Atmung in verschiedenen Situationen:

  • Atmest du noch ruhig und regelmäßig? 
  • Holst du tief Luft oder sperrst du dich?
  • An welchen Stellen deines Körpers spürst du, wie die Atemluft in deinen Körper strömt? 
  • Wie fühlt sich das an? 
  • Wo bemerkst du zuerst, dass die Luft deine Lungen wieder verlässt?

Stimmungsübertragung im Hundetraining

sleeping dog Hundeschule Fellnase
Die Ruhe unserer schlafenden Hunde ist die schönste Stimmung, mit der wir uns anstecken lassen können.

Stimmungsübertragung ist immer in beide Richtungen möglich: Es kann also auch sein, dass sich unbeabsichtigt die ungewollte von beiden Stimmungen überträgt. Genau deswegen ist es so wichtig, sich mit dem Thema auseinanderzusetzen: Je mehr wir darüber wissen, desto bewusster können wir im Training mit uns und unseren Hunden umgehen und Situationen verhindern, in denen ein unnötiger Austausch von Stress zwischen Hund und Halter passiert. 

Beinahe alle Situationen werden von der Stimmungsübertragung beeinflusst. Hand aufs Herz: Wer war schon einmal genervt von den Lautäußerungen seines Hundes? Natürlich gibt es auch hier eine Reihe weiterer Gründe wie zum Beispiel sozialer Druck, die dazu führen, dass die Laune des Halters sich ins Negative kehrt. 

Diese Begründung ist aber hinfällig, wenn wir beobachten, wie sich viele Hundehalter beim Betreten ihres eigenen Hauses verändert haben, seit der Hund eingezogen ist. Was vorher ein vollkommen gefühlsneutrales Ritual war, bei dem vielleicht noch kurz aufgrund der Anstrengung des Arbeitstages kurz geseufzt wurde ist bei vielen Hundehaltern zu einer emotionalen Achterbahn geworden: 

Der Hund fängt schon zu Winseln an, wenn der Schlüssel aus der Jackentasche gekramt und von außen ins Schlüsselloch der Wohnungstür gesteckt wird. Kaum ist die Tür nur einen Spalt geöffnet, erblickt der Halter die feuchte Nase seines Vierbeiners und erwidert das Vokalisieren durch eine für den Hund unverständliche Verbalsprache. Beide sind aufgeregt. 

Wenn wir uns der Situation bewusst werden, stellen wir fest, dass der Hund durch unser Verhalten in der Situation für sein unruhiges Verhalten noch zusätzlich verstärkt wird. Wir unterstützen den Hund also in seiner Aufregung. Um unnötigen Stress für uns und unsere Hunde zu vermeiden, sollten wir uns hier also nicht von der Stimmung unseres Hundes anstecken lassen.

Woher kommt Stimmungsübertragung?

Stimmungsübertragung erlaubt uns, aufgrund der Erfahrungen anderer unser Fortbestehen zu sichern. Wenn wir also Not leiden, weil wir Hunger haben und nichts zu Essen finden und wir beobachten jemanden, der eine unbekannte Substanz isst und dabei wohlbefinden ausdrückt, so wissen wir, dass diese Substanz für uns wichtig sein kann, ohne selbst über die notwendige Erfahrung zu verfügen.

Wo kann mir Stimmungsübertragung im Training helfen?

Besonders wenn wir mit den Hunden Ruhe üben ist es wichtig, dass wir selbst ebenfalls ruhig bleiben. Unsere Hunde können sich nicht beruhigen, wenn wir aufgeregt, gestresst oder wütend sind. Eine gute Psychohygiene ist daher für jeden Halter wichtig!

Was kann man tun, damit die Stimmungsübertragung besser funktioniert?

Man kann niemanden dazu zwingen, die eigene Stimmung anzunehmen. Jedoch können wir als Menschen unser Training planen und somit auch in einem gewissen Maße Einfluss auf unser Trainingsumfeld nehmen. Wenn wir möchten, dass unser Hund zum Beispiel konzentriert bleibt sollten wir störende Fremdeinflüsse vermeiden.

Welche Stimmungen lassen sich übertagen?

Gute Frage – alles, was sich aufgrund eines Verhaltens beobachten lässt. Im groben lässt sich zwischen Anspannung und Entspannung unterscheiden. Anspannung ist dabei allerdings nicht immer schlecht. Viel von dem, was wir bei unseren Hunden als “Freude” wahrnehmen, äußert sich durch körperliche Aktivität. Auch das kann transportiert werden.

Kann ich mich irgendwie vor ungewollten Emotionen schützen?

Ja!
Als fairantwortungs-bewusster Hundehalter sind wir in der Lage, auf viele Faktoren in unserem Alltag Einfluss zu nehmen. Wir sollten jede Gelegenheit nutzen, uns unser Leben so einfach wie nur möglich zu machen. Es ist die Ansammlung all der Dinge die uns im Alltag stressen, die uns nach dem harten Arbeitstag unser Training vermasselt.
Im Training mit unseren Hunden sollten wir uns immer in dem jeweiligen Zeitpunkt aufhalten und auf das reagieren, was wir zu diesem Punkt im Training antreffen.
Es gibt schlechte Tage – in jedem Bereich unseres Lebens. Das macht das Leben nunmal aus. Was wir daraus machen ist aber das, was zählt.
So können wir mit unserem Hund auch einfach nochmal die Basics üben, wenn er an einem schlechten Tag mal nicht so konzentriert und orientiert mit uns mitarbeitet.

In unserem Blog erfährst du mehr rund um das Thema “Hund”:

Was tun bei Silvester-Angst?

6+ wichtige Tipps für Silvesterangst bei Hunden

Silvesterangst bei Hunden

Was tun bei Silvester-Angst?

Für viele ist die kommende Weihnachtszeit und Silvester eine sehr besinnliche und schöne Zeit. Für uns Hundehalter kann allerdings vor allem Silvester enorm stressig sein. Wir haben Fragen wie: “Wann fangen sie dieses Jahr mit dem Abschießen von Raketen an?”, “Wie helfe ich meinem Hund, möglichst entspannt zu bleiben?”, “Kann mein Verhalten die Angst meines Hundes bestärken?” … und viele mehr im Kopf. Und allein das löst Stress bei uns aus, der sich auf unseren Hund auswirken kann. Im folgenden werden einige Punkte aufgeführt, die dir und deinem Hund an Silvester helfen können.

Den Hund an Silvester auslasten

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Bildquelle: pixabay.com

Beginnen wir damit, dass du deinen Hund am letzten Tag des Jahres gut auslasten solltest. Geh´ mit ihm eine extra große Runde spazieren, trainiere oder spiele ausgiebig mit ihm, sodass er am Silvesterabend müde ist. Beachte beim Gassi gehen, dass du deinen Hund an diesem Tag nicht von der (Schlepp-)Leine lässt. Tagsüber werden teilweise immer wieder Böller geknallt, was gefährlich für deinen Hund werden kann, falls er vor lauter Schreck die Flucht ergreift.

Kauspielzeug am Tag oder Silvesterabend kann euren Hund zum einen ablenken und zum anderen durch die Freisetzung bestimmter Hormone beruhigen. Auch die Rollläden und Vorhänge solltest du an Silvester frühzeitig schließen. Es kann hilfreich sein, ruhige Musik laufen zu lassen oder einen Geruch in der Wohnung zu verteilen, der dich und deinen Hund entspannt. Zum Beispiel mit Hilfe eines Aroma Diffuser.

Dem Hund Geborgenheit geben

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Bildquelle: pixabay.com

Sucht dein Hund aus Furcht, Schutz bei dir, dann lass dies auch zu. Behüte ihn aber nicht zu sehr, sondern versuche dich möglichst normal zu verhalten. Merkt dein Hund, dass du dich in dieser Situation wie immer verhältst, kann ihn das positiv beeinflussen. Im Gegensatz dazu, wird es sich auch auf deinen Hund auswirken, wenn du den ganzen Tag über gestresst durch die Wohnung läufst und selbst bei jedem Geräusch erschrickst. Natürlich ist jeder Hund und jeder Mensch individuell und man muss als Halter mit der Zeit lernen, wie man seinen Hund in Ausnahmesituationen bestmöglich unterstützt. 
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Wo am wenigsten Raketen geschossen werden

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Bildquelle: pixabay.com

Erst einmal stellt sich die Frage, wo am wenigsten mit Raketen geschossen wird – auf Autobahnen. Was im ersten Moment absurd klingt, kann für Hunde, die beim Autofahren entspannt sind, eine gute Lösung sein. An Silvester ist um 00:00 Uhr sicherlich wenig Verkehr und sollte auf einem Rastplatz trotzdem geböllert werden, ist man dort schnell vorbei. Fährst du eine Zeit lang mit deinem Hund umher und hörst im Auto entspannende Musik, könnt ihr so die Zeit, in der am meisten geschossen wird, gut überbrücken. In diesem Umfeld wird dein Hund weniger und leiser Raketenknallen hören, was die Angst mindern kann.

Hilft ein Gehörschutz für Hunde an Silvester?

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Bildquelle: pixabay.com

Eine weitere Möglichkeit ist es, deinem Hund etwas Watte in die Ohren zu geben oder spezielle Ohrenschützer für Hunde zu verwenden.  Diese dämpfen das Geräusch der Böller. Die Watte ist jedoch nicht für jeden Hund geeignet. Bei Hunden mit einem kleinen oder engen Gehörgang, sowie bei Hunden, die besonders viel Fell im Ohr haben, wie Pudel oder Pudelmischungen, solltest du eher zu Ohrenschützern greifen und auf Watte verzichten. Hier kannst du Schwierigkeiten bekommen, die Watte wieder aus dem Ohr zu entfernen und musst eventuell zu einer Pinzette greifen oder ziehst am Fell deines Hundes. 

Hat dein Hund einen großen Gehörgang und wenig Fell im Ohr, du hast aber ein mulmiges Gefühl im Bauch, dann verzichte auf die Watte im Ohr und greife zu anderen Hilfsmitteln. Entscheidest du dich für diese Variante, sollte der Hund bereits vor Silvester langsam an die Watte in den Ohren oder die Schützer gewöhnt werden, um nicht noch mehr Stress zu empfinden. 

Medikamente bei starker Silvester-Angst

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Bildquelle: pixabay.com

Für Hunde, die unter extremer Angst leiden, Zittern, Urin und Kot nicht mehr halten können und sich in einem panischen Zustand befinden, können Medikamente wie Alprazolam sinnvoll sein. Diese zählen zu den Benzodiazinen und wirken angstlösend. Die Gabe solcher Medikamente sollte jedoch nie leichtfertig und immer in Absprache mit dem Tierarzt erfolgen. Manche Tierärzte geben noch Acepromazin, wovon mittlerweile abgeraten wird. Dieses Medikament lähmt den Hund eher, löst jedoch nicht seine Angst.  

(Quelle: Tierarzt Dr. Ralf Rückert)

Die Sache mit dem Eierlikör für Hunde

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Quelle: pixabay.com

Ein Hausmittel, welches deinem Hund zur Entspannung am Silvesterabend verhelfen kann, ist Eierlikör. Natürlich sollte die Gabe dessen in geringen Mengen erfolgen. Aber je nach Größe des Hundes, schaden ein bis ein paar Löffel des Alkohols nicht. Die meisten Hunde mögen den Geschmack gerne und können dadurch etwas entspannen, so wie wir Menschen eben auch, wenn wir Alkohol trinken.  In der unten angegebenen Quelle findet ihr bei Dr. Ralf Rückert eine Formel, mit dem ihr eine ungefährliche Menge Eierlikör für euren Hund errechnen könnt. Bitte aber gerade bei kleinen, alten oder Hunden mit Vorerkrankungen besonders vorsichtig damit umgehen!

(Quelle: Tierarzt Dr. Ralf Rückert)

Mehr Wissenswertes gibt es auf unserem Blog: Hundewissen

junge frau mit hund im gebirge Hundeschule Fellnase

Hund zieht an der Leine – 3 essentielle Tipps um die Leinenführigkeit deines Hundes erfolgreich zu verbessern.

Warum zieht der Hund überhaupt an der Leine?

Wer hat sich diese Frage nicht schon gestellt: “Warum zieht mein Hund an der Leine? Das muss doch unangenehm sein.”. Per se ist das auch richtig. Trotzdem gibt es in jeder Stadt, nein wahrscheinlich sogar in jedem Dorf in Deutschland einen Hund, der an der Leine zieht. Die Hunde (und deren Halter), die also an diesem Verhalten leiden, sind nicht allein. Heute möchte ich ein wenig Aufklärung leisten, woher das Ziehen an der Leine kommt, warum es so lange bei den Hunden bestehen bleibt und mit welchen einfachen Schritten man die Leinenführigkeit des Hundes verbessern kann.. 

Eine gute Leinenführigkeit führt zu einem entspannten miteinander mit dem Hund.
Eine gute Leinenführigkeit sorgt für ein gutes Verhältnis zwischen Mensch und Hund.

Mein alter Hund hatte eine gute Leinenführigkeit. Mein neuer Hund zieht aber wie Hechtsuppe. Woran liegt das?

Selbstverständlich ist dieses Verhalten stark von der körperlichen Verfassung des Hundes abhängig. Ein Hund, der aufgrund seines Alters oder einer Krankheit an Bewegungseinschränkungen leidet, wird tendenziell sehr viel weniger an der Leine ziehen als ein pubertärer Junghund. Der alte Hund hat gelernt, dass es anstrengend und unangenehm ist, an der Leine zu ziehen. Außerdem möchte er keine Kraft verschwenden, die er für andere alltägliche Dinge benötigt, wie Treppen laufen oder auf die Couch des Besitzers springen. Diese Hunde haben also mit großer Wahrscheinlichkeit eine bessere Leinenführigkeit.

Auch Hunde, die aufgrund ihrer Zucht in der Atmung oder Bewegung eingeschränkt sind, werden im Vergleich weniger an der Leine ziehen. Ein Mops oder eine Französische Bulldogge, die aufgrund ihrer kurz gezüchteten Nasen häufig an Atemproblemen leiden, werden im Durchschnitt weniger (oder jedenfalls nicht so lange Zeit am Stück) an der Leine ziehen als Hunderassen mit normalen Atemwegen. Dafür ist die Ressource “Atemluft” zu wichtig. 

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Hunde mit brachyzephaler Kopfform haben häufig Atemprobleme.

Gibt es Rassen, die mehr oder weniger stark an der Leine ziehen? 

Durchaus – und der Grund dafür ist sehr viel einfacher, als man zunächst vermuten könnte: Bei der Gebrauchszucht verschiedener Rassen (also die Art von Zucht, die bestimmte Rassen überhaupt erst hervorgebracht hat) wurde auf bestimmte Verhaltensweisen und Charakteristika selektiert. Daher auch der Begriff “selektive Zucht”. So wurde beispielsweise bei Hunden wie den Altdeutschen Hütehunden darauf Wert gelegt, dass sie gerne andere Lebewesen kontrollieren und selbstständig Grenzen ablaufen (selbstbelohnendes Verhalten – hier geht’s zum Beitrag).

So wurde bei Schlittenhunden wie dem Husky und dem Hound vor allem darauf geachtet, dass diese Hunde viel Aufwand damit verbringen, den Hundeschlitten zu ziehen. Es wurde bei der Zucht also unter anderem darauf selektiert, dass diese Tiere in der Lage sind, in Gruppen ein großes Gewicht (Schlittenführer, Schlitten & Gepäck) hinter sich herzuziehen. So gehört es bei diesen Rassen also sogar zu den selbstbelohnenden Verhaltensweisen, an der Leine zu ziehen. Leinenführigkeit war also das absolut unerwünscht – sogar eher nutzlos!

Ein bisschen anders sieht es bei Rassevertretern der Herdenschutzhunde aus. Bei diesen Hunden wollte man zwar nicht, dass sie einen Schlitten hinter sich herziehen, allerdings hat man insgesamt auf das Thema “nicht zu ziehen” keinen Wert gelegt. Diese Hunde lebten immerhin vergleichsweise frei in einer Art Symbiose mit den Schafen, Ziegen und anderen Nutztieren an der Seite des Menschen. Man hat bei diesen Rassen eher darauf Wert gelegt, dass sie widerspenstig sind und sich nicht von Fremden beeinflussen lassen (auch nicht durch Futter).

Das Laufen an der Leine war diesen Völkern und Kulturkreisen absolut fremd. Der Hund wäre ja an der Leine nicht in der Lage gewesen, seine Arbeit zu erledigen oder sich nach Wasser / Futter umzusehen. Es war diesen Menschen schlicht und ergreifend egal, ob diese Hunde an der Leine laufen können. Diese Tiere verfügen über ganz andere Qualitäten. 

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Sogar die Genetik beeinflusst schon die Leinenführigkeit.

Mein Australian Shepherd Welpe zieht an der Leine – ist das auch Genetik?

Ja und Nein – auch der Australian Shepherd wurde nicht gezüchtet, um von Geburt an gute Leinenführigkeit zu zeigen. Bei Hunden, die für enge Zusammenarbeit mit Menschen gezüchtet wurden, haben wir allerdings einen entscheidenden Vorteil: Diese Hunde wollen um jeden Preis dem Menschen gefallen und mit ihm zusammenarbeiten. Dadurch sind sie einfach zu trainieren, da sie schnell lernen und gerne mitarbeiten. Bei einem Welpen, der an der Leine zieht, liegt das Problem sehr häufig am anderen Ende der Leine – beim Halter. 

Tagtäglich sehe ich Hundehalter, die ihren Hunden hinterherlaufen, wenn dieser irgendwohin möchte. In anderen Fällen bleiben die Hundehalter stehen, wenn der Hund gerade am liegen gebliebenen Kackhaufen eines anderen Hundes schnüffelt. Da sowohl unsere Hunde als auch wir Menschen 24 Stunden am Tag, 7 Tage die Woche lernen, prägen die Erfahrungen, die der Welpe hier macht, auch sein späteres Verhalten. Sehen wir uns das ganze doch mal genauer an. 

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Australian Shepherds lieben die Arbeit mit dem Menschen

Die drei Hauptgründe, warum Hunde an der Leine ziehen.

Aufgrund eines optischen oder olfaktischen (“geruchlichen”) Reizes bildet der Hund ein Bedürfnis aus: Ich will mir das ansehen/anriechen. 

Der Hund wird nun also versuchen, dieses Bedürfnis zu stillen. Dies ist tatsächlich auch genau der kritische Augenblick, bei dem die allermeisten Hundehalter leider “für” ihren Hund entscheiden. Zieht der Welpe nun ein bisschen an der Leine in die Richtung seiner Begierde, gehen die Menschen meistens ein paar Schritte hinterher, weil der Welpe ja die Welt entdecken muss.

In anderen Fällen haben die Halter nun Mitleid mit dem Hund, der an der Leine zieht und versucht, die Spannung zu verringern, indem sie dem Hund mehr Leine zur Verfügung stellen. Die ist “kurzfristig” vielleicht für den Hund angenehm, weil er die Spannung der Leine nicht mehr an Halsband / Geschirr spürt. Auf lange Sicht lernt der Hund aber genau das Gegenteil von dem, was der Mensch von ihm will: Wenn du lange/stark genug an der Leine ziehst, gebe ich nach und du kannst weitergehen.

In besonders ungünstigen Fällen wird der Effekt dadurch verstärkt, dass der Mensch bis zum Ziel des Hundes mitgeht. Der Hund kommt also unter gespannter Leine und viel Anstrengung seinem Ziel nicht nur näher, er erreicht es sogar irgendwann. In diesem Moment passiert mit der Leine etwas höchst ungünstiges.

Auf dem ganzen Weg zum Ziel des Hundes war die Leine gespannt, was für den Hund durchaus unangenehm ist – aber nunmal nicht “unangenehm genug”. Am Ziel des Hundes angekommen, bleiben nun die meisten Menschen gemeinsam mit ihrem Hund stehen. Dies führt dazu, dass die Leine zu diesem Zeitpunkt nicht mehr spannt. Der Hund wird hier also durch drei verschiedene Elemente belohnt: 

  1. Wenn der Hund sich Mühe gibt und lange/stark genug an der Leine zieht, kommt er seinem Ziel näher. 
  2. Irgendwann erreicht er sein Ziel und kann erkunden, was sich dort die ganze Zeit befunden hat. Sein Bedürfnis wird also “von selbst” gestillt.
  3. Am Ziel angekommen bleibt der Mensch mit dem Hund stehen und die Leine entspannt sich. Der Hund lernt: Wenn er sein Ziel erreicht, hört die Leinenspannung auf. 
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Auch Sitzen und Glotzen kann für den Hund selbstbelohnend sein.

Drei Tipps, die bei vielen Hunden die Leinenführigkeit schnell verbessern 

Mit dem Wissen aus dem vorherigen Absatz können wir nun sinnvolle Lösungsstrategien schmieden. Diese drei Tipps können dir ohne Umwege sofort helfen, die Leinenführigkeit deines Hundes zu verbessern.

1. An gespannter Leine sollte der Hund nie seinem Ziel näher kommen

Zieht euer Hund an der Leine in eine bestimmte Richtung, so solltet ihr am besten umgehend stehen bleiben oder sogar gänzlich die Richtung ändern. Je häufiger der Hund an gezogener Leine seinem Ziel näher kommt, desto häufiger (und intensiver) wird er dies in Zukunft machen. Außerdem ist das Timing hier entscheidend. Der Hundehalter sollte sofort agieren, wenn die Leinenspannung beginnt (also wenn er seinen Arm anspannen muss, um gegen den Zug seines Hundes anzukommen).

Geschieht dies nicht sofort sondern erst nach ein paar Sekunden/Schritten bleibt das Verhalten beim Hund weiterhin bestehen – immerhin kommt er ja doch seinem Ziel immer ein kleines Stück näher und eine gute Leinenführigkeit kann nicht entstehen.

2. Während der Hund an der Leine zieht, sollte er kein Bedürfnis befriedigen

Auch hier ist das ganze eigentlich relativ einfach erklärt: Wenn zum Beispiel ein Rüde an gespannter Leine an der Markierung einer läufigen Hündin riecht, so stört ihn die Leinenspannung in der Regel nur wenig. Ist die Gesamterfahrung für den Hund sogar noch von Vorteil (und selbst wenn es nur ein minimaler Vorteil ist, wie “Nachrichten lesen” an Pinkelstellen oder Ähnlichem), so wird der Hund dieses Verhalten in Zukunft häufiger zeigen. Auch hier ist es wichtig, dass der Halter sofort reagiert und den Hund nicht erst nach ein paar Sekunden stört, wenn der Hund sein Bedürfnis schon zu teilen befriedigt hat. (Stichwort “intermittierende Verstärkung” -> Blogbeitrag dazu kommt bald). 

3. Kontext Unterscheidung Freizeit / Training 

Machen wir doch mal ein ganz einfaches Gedankenspiel, mit einfachen Zahlen, damit es leichter zu rechnen ist:
Gehen wir mal davon aus, dass wir am Tag zwei mal mit dem Hund spazieren gehen – einmal morgens und einmal abends für jeweils eine Stunde. 

Wir sind also in Summe 120 Minuten unterwegs.

Davon nehmen wir uns jeweils die letzten 10 Minuten für Training mit dem Hund. Dabei bleibt sogar das Smartphone in der Tasche. 

Während diesen 10 Minuten fordern wir Dinge, die der Hund von alleine eigentlich nicht tun würde – sonst müssten wir sie ja nicht trainieren.
Für Blickkontakt und Orientierung bekommt der Hund unsere Aufmerksamkeit und ab und an vielleicht sogar ein Stück Futter.
Zugleich sind wir als Menschen aber auch konzentriert bei der Sache, diskutieren mit unserem Hund darüber, dass wir “PLATZ” verlangt haben und stoppen umgehend jedes unerwünschte Verhalten. 

Nach diesem Rechenbeispiel würden wir täglich 20 Minuten konzentriert mit unseren Hunden arbeiten. Wer das übrigens wirklich fleißig macht, der kommt seinem Trainingsziel mit seinem Hund sehr schnell sehr viel näher.
Trotzdem konnte der Hund insgesamt 100 Minuten lang seinen eigenen Interessen nachgehen: schnüffeln, wo er wollte, markieren, wenn er wollte und sich nach Lust und Laune auch mal im Dreck wälzen – der Mensch ist ohnehin zu langsam, um ihn zu stoppen.
In den 20 Trainingsminuten musste der Hund sich unserem Willen “beugen”. Er wurde zwar von uns dafür belohnt – so richtig hündisch war das allerdings nicht, was er in der Zeit gemacht hat. 

Und nun wollen wir unseren Hunden erklären, dass die 20 Minuten wichtig sind und die 100 Minuten (Freiheit) unwichtig. Das funktioniert schlichtweg nicht.
Es gibt allerdings eine Möglichkeit, es dem Hund dennoch näher zu bringen, und zwar indem wir dem Hund genau und eindeutig zeigen, wann welche Regeln gelten – durch die sogenannte Kontext Unterscheidung.

Leinen wir den Hund zum Training immer am Halsband an und der Hund kann im Gegensatz dazu am Geschirr sehr viel mehr Freiheit genießen, wird der Hund diese Regeln sehr viel leichter und schneller erlernen. Der Hund spürt tatsächlich ziemlich deutlich, ob er gerade an Halsband oder Geschirr geführt wird. Durch diese sich klar voneinander unterscheidenden Reize gelingt es in der Regel sehr viel einfacher und auch schneller, dem Hund das Konzept der Leinenführigkeit beizubringen.

3,5. Gewünschtes Verhalten belohnen (logisch, oder?) 😉

Das ist der 3,5te Tipp. Im Tempo des Menschen zu laufen ist für den Hund zum einen unglaublich anstrengend, da er immer auf der Bremse stehen muss. Die natürliche Bewegungsgeschwindigkeit des Hundes entspricht in etwa dem Jogging-Tempo eines Menschen. Zum anderen ist es furchtbar langweilig und eintönig, neben dem Menschen her zu laufen.

Der Hund hat keine Zeit, ausgiebig zu schnüffeln, kann nicht markieren und um sich zu lösen, müsste der Mensch ebenfalls stehen bleiben. Noch dazu haben die meisten Menschen heutzutage ihr Smartphone in der Hand und machen entweder während des Gassi Gehens Videos oder Fotos von ihren Hunden, oder sie sehen sich während des Gassi gehens auf Online-Shopping-Seiten oder im Social-Media um und haben keine Aufmerksamkeit für Ihre Hunde.

Kurzum ist das Verhalten an lockerer Leine neben dem Menschen zu laufen für den Hund etwas, worauf er nie von selbst kommen würde, weil es einfach zu viele Nachteile hat. Deswegen müssen wir es dem Hund so angenehm wie möglich gestalten, ohne das ganze unnatürlich zu gestalten und ständig mit Leckerchen in der Hand herumzulaufen. Eine gute Stimmung, gelegentliche Ansprache des Hundes und ab und an mal ein Stück Futter für besonders gute Leinenführigkeit und Orientierung helfen in den meisten Fällen Wunder. Wieso sollte der Hund auch neben einem Menschen herlaufen, wenn dieser im Grunde nur Leinenbalast ist und dabei nichts Angenehmes für den Hund herausspringt. 

husky an halsband angeleint Hundeschule Fellnase

Fazit 

Wir Menschen sind in den meisten Fällen leider maßgeblich am Lernprozess beteiligt gewesen, wenn unsere Hunde an der Leine ziehen. Um bei gemeinsamen Spaziergängen mit unseren Hunden nicht ständig genervt und schlecht gelaunt zu sein, sind wir nun ebenfalls in der Verantwortung, das Gelernte wieder umzulernen und das Ziel einer guten Leinenführigkeit unseres Hundes ernst zu nehmen. Wir sind es unseren Hunden schuldig, dass auch wir uns Mühe geben, mit ihnen einen harmonischen und entspannten Spaziergang zu erleben.

Die oben beschriebenen Tipps werden vielen Hundehaltern schon ein großes Stück in Richtung glückliches Zusammenleben mit dem Hund verhelfen. Diese Tipps bedeuten keinen besonders großen Aufwand und sind daher in jedem Fall einen Versuch wert. In besonders eingefahrenen Fällen oder bei ausbleibendem Erfolg sollte jedoch immer ein professioneller Hundetrainer kontaktiert werden.

Für Veranstaltungen rund um den Hund und für ein harmonisches Zusammenleben mit deinem Vierbeiner, besuche auch gerne unseren Online-Shop. 

Zum Blog: https://hundeschule-fellnase.de/hundewissen/
Zum Shop: https://hundeschule-fellnase.de/marktplatz/

FAQ

  1. Kann man die Leinenführigkeit schon mit einem Welpen trainieren?

    Man kann es nicht nur, man sollte es sogar. Je früher man damit anfängt, desto leichter ist es. Je später wir damit beginnen, desto mehr Gelegenheit gibt es für den Welpen, Fehlverhalten zu erlernen.

  2. Wie lange dauert es, einem Hund eine gute Leinenführigkeit beizubringen?

    Hier kann man leider keine genaue Zeitangabe machen. Das hängt von Faktoren wie Alter und Gesundheitszustand von Mensch und Hund ab, sowie von der Rasse und wie Widerstandsfähig sich der Hund gegenüber den Maßnahmen zeigt.

  3. Gibt es Hilfsmittel um das Training schneller und einfacher zu gestalten?

    Es gibt Hilfsmittel, die beim Training der Leinenführigkeit helfen können. Diese sollten allerdings immer unter Anleitung eines professionellen Hundetrainers verwendet werden.

  4. Mein Hund reagiert an der Leine auf andere Hunde. Wie arbeite ich an der Leinenführigkeit?

    Bei einer sogenannten Leinenreaktivität sind häufig noch zusätzliche Trainings und Management-Methoden gefragt, damit der Hund nicht mehr in sein Fehlverhalten rutscht. Solange das erlernte Fehlverhalten gezeigt werden kann wird der Hund dies auch weiter so handhaben. Hier sollte immer ein professioneller Hundetrainer zu rate gezogen werden.

  5. Wie korrigiere ich meinen Hund, wenn er an der Leine zieht?

    Es sollte dem Hund lediglich unangenehm gemacht werden, an der Leine zu ziehen. Schmerzen oder Schrecken sind hier vollkommen überzogen und auch tierschutzrechtlich nicht zu vereinbaren. Auch starkes Rucken an der Leine ist kein adäquates Mittel für eine gute Leinenführigkeit. In den meisten Fällen reicht abruptes stehen bleiben oder rasche Richtungswechsel. Der Hund sollte lediglich “überrumpelt” werden.

  6. Soll ich meinen Hund an eine Schleppleine nehmen, damit er weniger zieht?

    Jain, wenn es zu einem entspannten Spaziergang führt, ist es durchaus ein Versuch wert. An Straßen oder Radwegen birgt eine lange Leine jedoch auch Gefahren für den Straßenverkehr. Außerdem besteht die Gefahr, dass der Halter in die Leine verwickelt wird, oder der Hund durch abruptes ziehen den Halter oder sich selbst verletzt.

Fellnasen Logo 2022 Hundeschule Fellnase
Kompass Hundeschule Fellnase

Orientierung des Hundes am Halter – aus diesen Gründen ist sie wichtig und wie du sie trainierst.

Die Orientierung am Halter

Die Orientierung des Hundes an seinen Halter sieht für jedes Mensch-Hund-Team anders aus. Die einen möchten, dass ihr Hund während des Spaziergangs die ganze Zeit an lockerer Leine neben ihnen läuft und immer im Blick hat. Anderen wiederum ist es wichtig, dass ihr Hund sich ab einer bestimmten Entfernung zum Halter freiwillig und selbstständig umsieht und Blickkontakt zu seinem Halter aufbaut. Beides Verhaltensweisen sind Formen von Orientierung und gehören zu den grundlegenden Bausteinen einer harmonischen und vertrauensvollen Beziehung zwischen Hund und Halter.

Ein Kompass und eine Karte geben dem Menschen Orientierung.
Der Kompass und Karte gibt dem Menschen auf hoher See Sicherheit.

Wozu brauchen wir die Orientierung unserer Hunde?

Für die gemeinsame Zusammenarbeit mit unseren Hunden ist es wichtig, ein Mindestmaß an Aufmerksamkeit unserer Hunde zu haben. Beim Rückruf, damit der Hund auf dem schnellsten Weg zu uns gelangt, oder um den Hund zu stoppen, bevor dieser trotz Leine die rote Ampel “übersieht” und auf die Straße läuft – ein Teil der Aufmerksamkeit des Hundes sollte im Alltag immer beim Menschen sein. Unsere Hunde leben in einer modernen Welt, die von Menschen für den Menschen gestaltet wurde. Dieser Umstand erschwert es den Hunden in vielen Situationen die “richtige” Entscheidung zu treffen, da die sinnvollste Entscheidung aus der Sicht des Hundes häufig nicht in die Menschenwelt (oder die moderne Gesellschaft) passt.

froehlicher corgi auf bahngleisen Hundeschule Fellnase
Ein orientierter Hund kann im Alltag erst so richtig aufblühen

Zeigen alle Hunde die gleichen Merkmale für Orientierung am Halter?

Diese Frage klingt auf der ersten Blick unglaublich banal, setzt man sich jedoch genauer mit diesem Thema auseinander, so bemerkt man wie vielschichtig das Thema wirklich ist. Wie bei den meisten Dingen spielen hier genetisch verankerte sowie erlernte Verhaltensweise eine gewaltige Rolle.

Hund A, der einer Jagdhunderasse angehört und gelernt hat, auf dynamische Umgebungsreize (also sich bewegende Objekte) zu achten, wird potenziell weniger freiwilligen und selbstständigen Blickkontakt zu seinem Halter aufbauen.
Hund B, der beispielsweise einer Hütehundrasse (Border Collie, Australian Shepherd, etc. ) angehört wird tendenziell mehr auf die Signale des Menschen achten, da diese Hunde für die Zusammenarbeit mit dem Menschen gezüchtet wurden. Diese Hunde zeigen aufgrund ihrer genetischen Veranlagung eher eine Orientierung zum Halter und empfinden dies auch in den meisten fällen als angenehm und selbstbelohnend.

Ein Hund der erlernt hat, auf dynamische Umgebungsreize (also sich bewegende Objekte) zu achten, weil er sie für jagdbar hält, wird potenziell weniger freiwilligen und selbstständigen Blickkontakt aufbauen, als ein Hund, dem diese Reize egal sind.

Aus diesem Grund hat auch die Genetik, also die Rasse des Hundes, einen großen Einfluss auf dessen Verhalten im Bezug auf seine Orientierung. Ein Beagle oder eine Bracke zum Beispiel leben in einer Nasenwelt – sie achten viel mehr auf die Gerüche in Ihrer Umgebung, als auf visuelle Eindrücke.

weisser maremmano abruzzese Hundeschule Fellnase
Der Maremmano Abruzzese (Wiki) wird noch heute aktiv als Herdenschutzhund eingesetzt.

Herdenschutzhunde hingegen wurden speziell dafür gezüchtet, um auch in Abwesenheit des Menschen selbstständig die Herde vor Eindringlingen, Dieben, fremden Artgenossen oder Raubwild zu schützen. Für diese Aufgabe war es nicht erforderlich, dass das Tier Blickkontakt zu seinem Halter sucht, oder sich in seiner Nähe aufhält.

Woran erkenne ich, ob mein Hund an mir orientiert ist?

Hierfür gibt es auch keine ganz eindeutige Antwort, denn wie im Absatz zuvor erklärt, neigen Hunde je nach Rasse und Lebenserfahrung zu unterschiedlichen Verhaltensweisen. Grundsätzlich ist jede körperliche Ausrichtung in unsere Richtung als versuch zu werten, sich an uns zu orientieren, ganz gleich ob wir den Hund dazu aufgefordert haben, oder ob er es freiwillig gezeigt hat. Wer seinen Hund ohne Leine führen kann, darf gerne folgendes ausprobieren:

Dein Hund befindet sich in einem Abstand von maximal 3 Metern vor dir. Ohne Vorwarnung wechselst du schnell (also im Laufschritt) die Richtung und läufst von deinem Hund davon. Nach wenigen Augenblicken werden viele Hunde sich zu ihrem Halter umdrehen und ihn verfolgen. Ohne Orientierung kann der Hund sich nicht zum Halter umkehren. Ohne dass sich der Hund zum Halter umkehrt, kann er ihn nicht verfolgen.

Für Hunde, die zur Zusammenarbeit mit dem Menschen gezüchtet wurden ist dies häufig auch ein lustiges Spiel, um die Orientierung des Hundes am Halter zu verbessern. Hierbei ist es allerdings wichtig, dass keine konkurrierende Motivation beim Hund existiert und dieser lieber die Brotzeit des letzten Wanderers am Wegesrand frisst, als zum Menschen zu kommen.

Eine Übung für bessere Orientierung des Hundes an seinem Halter

Auch das Trainieren des Blickkontakts auf Kommando hilft vielen Hunden, ein besseres Gefühl für deren Halter zu bekommen.
Bei Hunden, die noch kein Kommando für den Blickkontakt erlernt haben, ist es notwendig, dem Hund das gewünschte Verhalten im Training durch verschiedene Lock-Versuche beizubringen.

Die wahrscheinlich beliebteste und einfachste Variante ist das “Schau”-Spiel. Dabei benötigt man für den Mensch zum Verzehr geeignete Leckerchen in ca. 1*1 cm großen Stückchen (z. B. Wiener Würstchen, Käse, Leberkäse, etc.). Je nach Körpergroße des Hundes darf die Größe der Belohnung selbstverständlich variieren. Der Hund sollte dadurch nicht satt werden, stattdessen sollten es eher kleine und gut abschluckbare Leckereien zwischendurch sein. Bei schlechter Bindung zum Halter und komplett fehlender Orientierung kann hier aber auch mit dem der Futterration des Hundes gearbeitet werden.

zotteliger Hund schnappt Futter aus der Luft Hundeschule Fellnase
Das “Schau”-Spiel ist für verfressene Hunde ein großer Spaß.

Der Hundehalter nimmt nun eines dieser Stücke in den Mund und schiebt es sich zwischen die Backenzähne und die Wange. Danach sagt der Halter das Wort “Schau” und spuckt seinem Hund das Leckerchen zu. Zu Beginn der Übung spielt es noch keine Rolle, ob der Hund auf das Wort “Schau” hin wirklich Blickkontakt aufgebaut hat. Nach wenigen Versuchen lernen die meisten Hunde, dass der Mensch nach diesem Wort ein Leckerchen auf den Boden spuckt.

Hunde möchten ihre Belohnung immer schnellstmöglich und auf dem direkten Weg (der Mensch übrigens auch), deshalb wird der Hund schnell anfangen nicht mehr auf den Boden zu achten, auf dem die Leckereien landen, sondern wird erkunden, wo die Würstchen herkommen.

Nach wenigen Wiederholungen in denen der Hund sieht, dass das Leckerchen aus unserem Mund kommt, wird der Hund nun auf den für ihn Ersichtlichen Ursprung des Leckerchens fixiert sein und rasch Blickkontakt aufbauen, wenn das Wort ertönt, welches ihm bis zu diesem Punkt immer ein Leckerchen versprochen hat – “Schau”.

Hat der Hund dies einmal verstanden, führen weitere Wiederholungen zu einer Festigung des Gelernten und letztendlich dazu, dass der Hund dies in Zukunft schnell abrufen kann. Genau wie alles andere, was wir im Training mit unseren Hunden in kleinen Schritten auftrainieren, muss auch das “Schau” immer wieder wiederholt werden, damit es nicht an Bedeutung verliert und der Hund es dauerhaft schnell und freudig zeigt. 

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Häufig fordern wir Menschen den Blickkontakt unserer Hunde ein.

Wenn du mehr Tipps möchtest, um die Orientierung deines Hundes zu dir zu verbessern, oder Schwierigkeiten im Training hast, kannst du uns gerne jederzeit kontaktieren. Wir verhelfen dir und deinem Hund gerne zu einem entspannten Alltag miteinander.

Für Veranstaltungen rund um den Hund und für ein harmonisches Zusammenleben mit deinem Vierbeiner, besuche auch gerne unseren Online-Shop.
Zum Blog: https://hundeschule-fellnase.de/hundewissen/
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FAQ

  1. Wozu brauche ich die Orientierung meines Hundes?

    Ein orientierter Hund kann Anweisungen seines Halters viel schneller befolgen. Gerade in der modernen und teilweise sehr belebten Menschenwelt ist dies ein wichtiges Element, um dem Hund Freiheiten geben zu können.

  2. Welche Übungen kann ich machen um die Orientierung zu verbessern?

    Das “Schau”-Spiel oder rasche und freudige Richtungswechsel bewirken bei vielen Hunden wunder. Eine einfache Erklärung dazu findest du in diesem Beitrag.

  3. Ist es schlecht für die Bindung, wenn der Hund nicht orientiert ist?

    Gerade selbstständige Hunde(rassen) tendieren dazu, ihre eigenen Interessen zu verfolgen. Nicht alle Hunde sind gleich. Weder im Körper noch im Geist. Daher erfüllen viele Hunde die gleichen Aufgaben auf verschiedene Art und Weise. Es ist immer darauf zu achten, welche Veranlagung der Hund anhand seiner Rasse mitbringt. Ein Beispiel dazu findest du in diesem Beitrag.

  4. Kann der Hund auch lernen, sich an einem bestimmten Gegenstand wie einem Target zu orientieren?

    Grundsätzlich ja – häufig ist hierbei gemeint, dass Hunde einen bestimmten Gegenstand oder eine fremde Person im Fokus halten. Besonders im Schutzdienst ist dies gefordert, um eine fremde Person solange zu verbellen, bis der Halter den Hund erreicht hat. Es ist aber wichtig zu betonen, dass nicht alle Hunderassen zu dieser Leistung in der Lage sind.

Hundeschule Fellnase
Hund frisst leckerchen aus hand Hundeschule Fellnase

Was dürfen Hunde auf keinen Fall fressen?

Bei diesen Lebensmitteln sollte Vorsicht herrschen!

Kennen Sie die Lebensmittel, die für Ihren Hund giftig sind? Wenn nicht, helfen wir Ihnen, das herauszufinden. Hier sind sieben der häufigsten gefährlichen Lebensmittel für Hunde und einige Tipps, was zu tun ist, wenn Sie feststellen, dass Ihr geliebter vierbeiniger Freund eines dieser Lebensmittel gefressen hat:

1. Schokolade

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Schokolade: Der leckere Snack ist für Hunde sehr schädlich!

Schokolade ist für Hunde giftig, weil sie Methylxanthinalkaloide enthält. Dies sind Stimulanzien, die das Herz, das Nervensystem und andere Organe im Körper schädigen können. Schokolade kann bei Hunden Erbrechen, Durchfall, Hecheln und sogar Krampfanfälle auslösen. Es ist wichtig zu wissen, dass dunkle Schokolade und Backschokolade giftiger sind als Milchschokolade. Allerdings stellen alle Arten von Schokolade eine Gefahr dar und sollten vermieden werden. In den meisten Fällen passiert Schokolade den Verdauungstrakt, ohne Schaden anzurichten. Es wird jedoch empfohlen, den Hund auf Anzeichen von Unwohlsein wie Erbrechen oder Durchfall zu beobachten, falls er eine große Menge Schokolade gefressen hat. Wenn Ihr Hund Anzeichen einer Schokoladenvergiftung zeigt, ist es wichtig, ihn so schnell wie möglich zu einem Tierarzt zu bringen. Der Tierarzt wird wahrscheinlich Erbrechen herbeiführen, Aktivkohle verabreichen und den Magen mit Flüssigkeit spülen.

2. Avocados:

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Avocado: Vor Allem der Kern ist eine große Gefahr!

Avocados gehören zu den gefährlichsten Lebensmitteln, die ein Hund verzehren kann. Der Kern, die Schale und die Blätter dieser Frucht enthalten ein Toxin namens Persin, das bei Ihrem Haustier Erbrechen und Durchfall auslösen kann. Das Fruchtfleisch der Avocado ist auch für Hunde giftig. Die Symptome können innerhalb von Stunden nach dem Verzehr auftreten und umfassen Lethargie, Appetitlosigkeit, Schwäche, Muskelzittern und Herzprobleme. Wenn Sie den Verdacht haben, dass Ihr Hund eine Avocado gegessen hat, wenden Sie sich sofort an Ihren Tierarzt, um eine Behandlung zu erhalten.

3. Weintrauben & Rosinen:

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Weintrauben: Die Menge macht das Gift!

Der Verzehr von Weintrauben ist zwar nicht unbedingt giftig für Hunde, kann aber bei großen Mengen zu Nierenversagen führen. Dies geschieht, weil die Trauben reich an der Verbindung Sorbitol sind, die von Hunden nicht leicht verstoffwechselt wird und sich in ihrem System ansammeln kann. Zu den Symptomen einer Weintraubenvergiftung gehören Erbrechen, Durchfall und Lethargie. Deshalb ist es wichtig, dass Sie Ihren Hund nicht auf Weintrauben oder Rosinen kauen lassen und ihm nicht erlauben, große Mengen dieser Früchte zu fressen.

4. Zwiebeln:

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Zwiebeln: Selbst Dinge mit einem so scharfen Geschmack können bei gierigen Hunden Schäden verursachen.

Auf der Liste der Lebensmittel, die für Hunde giftig sind, stehen Zwiebeln und Knoblauch, die bei Hunden Anämie verursachen können, wenn sie in großen Mengen aufgenommen werden. Der Grund dafür ist, dass sie Verbindungen namens Thiosulfat und Disulfid enthalten, die die roten Blutkörperchen des Hundes zerstören. Dies wird als “hämolytische Anämie” bezeichnet. Das Ergebnis ist, dass es zu wenige rote Blutkörperchen gibt, um den Sauerstoff durch den Körper Ihres Welpen zu transportieren, was dazu führt, dass er lethargisch wird, blasses Zahnfleisch entwickelt und Schwierigkeiten beim Atmen hat. Manche Hunde reagieren empfindlicher auf Zwiebeln und Knoblauch als andere, aber es gibt keine sichere Menge für alle Hunde.

5. Xylitol / Xylit / Birkenzucker:

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Xylitol: Dieser Süßstoff wird gerne als Zuckerersatz verwendet und ist für den Hund absolut gefährlich.

Xylitol ist ein Süßstoff, der häufig in zuckerfreien Bonbons und Kaugummis verwendet wird. Es kann für Hunde giftig sein, da der Körper es nicht gut verstoffwechseln kann, was zu einem niedrigen Blutzuckerspiegel führt, der Krampfanfälle, Leberversagen oder sogar den Tod zur Folge haben kann. Die toxische Dosis von Xylitol ist sehr gering, so dass selbst ein kleines Stückchen Süßigkeit gefährlich sein kann. Sollte also selbst der verdacht bestehen, dass Wenn Ihr Hund Xylit verschluckt hat, bringen Sie ihn sofort zum Tierarzt.

6. Nachtschattengewächse:

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Nachtschattengewächse: Dieses unscheinbare Lebensmittel kann in größeren Mengen beim Hund zu Erbrechen & Durchfall führen.

Zu den Nachtschattengewächsen gehören zum Beispiel Tomaten, Paprika und Auberginen. Diese Pflanzen enthalten eine Verbindung namens Solanin, die für Hunde giftig ist. Solanin verursacht Magen-Darm-Beschwerden, wie Erbrechen, Durchfall und Bauchschmerzen. Wenn Ihr Hund eines dieser Lebensmittel gegessen hat, könnte er eine akute Überempfindlichkeit gegen diese Stoffe haben. Zu den Symptomen einer Solaninvergiftung gehören erweiterte Pupillen, Desorientierung und ein torkelnder Gang. Schwere Fälle können zu Krampfanfällen oder zum Tod führen.

7. Rohes Schweinefleisch:

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Rohes Schweinefleisch: Aufgrund der großen Gefahr durch Bakterien sollte generell jedes Fleisch vor dem Verzehr für den Hund abgekocht werden.

In rohem Schweinefleisch kann der Erreger der “aujeszkyschen Krankheit” enthalten sein. Dieser Erreger ist für den Menschen zwar absolut unbedenklich, da wir über einen natürliche Immunität verfügen, bei Hunden jedoch ist dies nicht der Fall. Wenn ein Hund Schweinefleisch verzehrt, das nicht gründlich gekocht wurde, kann er an diesem Virus erkranken. Zu den Symptomen gehören Fieber, Durchfall und Erbrechen. Bleibt die Krankheit unbehandelt, kann sie für Ihren Hund tödlich sein. Das häufigste Symptom dieser Krankheit ist hohes Fieber. In schweren Fällen können die Hunde Krampfanfälle bekommen oder an Organversagen sterben.

Fazit

Als Hundebesitzer sind wir also dafür verantwortlich, unsere Augen und Ohren auch im Alltag offen zu halten und auf alles zu achten, was die Hunde sich (erlaubter oder unerlaubter Weise) zuführen. Denn wie in dieser Liste zu erkennen ist, sind gefährliche Stoffe in unseren Haushalten häufig auch in alltäglichen Lebensmitteln enthalten. Es lohnt sich also bei besonders gierigen Hunden penibel darauf zu achten, dass die oben aufgeführten Lebensmittel außerhalb der Reichweite der Hunde aufbewahrt werden.

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Betriebsurlaub
Dezember 2023 - Januar 2024

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Während dieser Zeit sind wir nur in Notfällen erreichbar. 

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