Hundewissen

Hundesport: Die beliebtesten Sportarten mit Hund im Überblick

Hundesport: Die beliebtesten Sportarten mit Hund im Überblick

Das Beitragsbild zu "Hundesport - Die beliebtesten Sportarten mit Hund im Überblick" zeigt einen joggenden Mann, der die Leine seines Hundes um die hüfte gebunden hat. Der Hund läuft an gespannter Leine freudig vorne weg.

Hund und Mensch als Team – beim Hundesport ist das unverzichtbar. Und das Beste: Es gibt für fast jeden Hund die passende Sportart, unabhängig von Rasse, Alter oder Fitness. Wir stellen dir die beliebtesten Hundesportarten vor – und erklären dir alle Basics rund um Hundesport. 

Hundesport: Was ist das überhaupt?

Beim Hundesport steht die gemeinsame Bewegung mit dem Hund im Vordergrund – ohne Drill, Zwang oder Druck, sondern mit Spaß und Teamspirit. Nicht etwa sportliche Höchstleistungen, sondern die Gemeinschaft zwischen dir und deinem Hund stehen im modernen Hundesport im Mittelpunkt.

Deshalb kannst du auch mit fast jedem Hund Hundesport machen – die Auswahl ist nämlich riesengroß und bietet für jedes Bedürfnis genau das Richtige. Ganz egal ob alt, jung, Athlet oder Couch-Potato: Auch für deinen Hund findest du garantiert eine Sportart, die euch beiden Spaß macht. 

Wie finde ich die richtige Hundesportart für mich und meinen Hund?

Hunde sind so individuell wie wir selbst. Nicht jeder Border Collie hat Lust auf Agility und nicht jeder Schäferhund findet Gefallen an Fährtenarbeit. 

Überlege dir deshalb: Woran hat mein Hund im Alltag wirklich Spaß? Liebt er schnelle, sportliche Aktivitäten? Ist er ein passionierter Spurenleser – oder ist er ein kleiner Clown, der Tricks schneller lernt als jeder andere? Danach solltest du dir die Sportarten aussuchen, die infrage kommen. 

Wichtig ist: Auch, wenn du vielleicht gerne Pokale im Agility gewinnen oder die Bestzeit im Canicross schlagen möchtest – an erster Stelle sollte immer der Spaß und die Gesundheit deines Hundes stehen.

Sonst sorgst du nur für Frust auf beiden Seiten. 

Beliebte Hundesportarten im Überblick

Agility

Beim Agility musst du gemeinsam mit deinem Hund einen Parcours mit verschiedenen Hindernissen möglichst schnell und fehlerfrei bewältigen. Dein Hund läuft dabei frei und wird von dir angeleitet. Zu den gängigen Hindernissen gehören einfache Sprünge, Reifen, Tunnel, Wippen oder Slalom. 

Wenn du Agility lediglich als gemeinsames Hobby ausüben möchtest, kannst du den Sport mit fast jedem Hund ausüben – solange er gesund ist. Willst du aber in den Turniersport, sind vor allem kleinere bis mittelgroße Hunde geeignet. Absolute Voraussetzung dafür ist ein komplett gesunder und ausgewachsener Hund. 

Rally Obedience

Beim Rally Obedience bewältigst du mit deinem Hund einen Parcours mit Schildern, auf denen verschiedene Übungen aus der Fußarbeit stehen. Den Hund ins Sitz schicken, Umrunden, Slalom, Abruf aus Distanz und viele andere Aufgaben gehören zu der beliebten Sportart. Hier geht es weniger um Tempo, sondern mehr um Kopfarbeit.

Rally Obedience kannst du mit praktisch jedem gesunden Hund machen. Sogar alte oder eingeschränkte Hunde können, sofern sie keine Schmerzen haben, an dem Hundesport teilnehmen. Gleichzeitig arbeitest du hier auch am allgemeinen Gehorsam.

Obedience

Auch im Obedience geht es in erster Linie um Fußarbeit. Anders als bei Rally Obedience werden dir die Übungen aber angesagt und nicht von Schildern vorgegeben. Außerdem werden hier je nach Klasse auch Dinge wie Apport, Geruchsidentifikation und Gruppenübungen abgefragt.

Auch Obedience kannst du mit jedem grundlegend gesunden Hund machen. Gerade für Hunde, denen es schwer fällt, sich zu konzentrieren, kann Obedience wertvoll sein. Denn hier ist vor allem sauberes und genaues Arbeiten gefragt.

Canicross / Bikejöring / DogScooter

Laufen ist voll euer Ding? Dann ist Canicross wie gemacht für euch. Dabei läuft der Hund in einem Zuggeschirr an einer speziell gefederten Leine vor dir her – und zieht dich dabei mit. Canicross gehört also zum Zughundesport. Auch beim Bikejöring oder DogScooter läuft dein Hund auf Zug vor dir her – ist hier aber entweder an einem Rad oder einem Scooter angeleint. 

Alle drei Zugsportarten erfordern ein hohes Maß an Fitness von Hund und Mensch. Deshalb sollten auch nur ausgewachsene, gesunde und fitte Hunde diese Sportarten ausüben. Wichtig ist hier auch die passende Ausrüstung. Dein Hund braucht ein passendes Zuggeschirr und eine Zugleine – du einen Hüftgurt oder eben ein passendes Rad oder einen Scooter. Such dir unbedingt einen guten Trainer, der dich bei den ersten Versuchen begleitet. 

Dog Dancing

Wer es musikalisch mag, der ist beim Dog Dancing genau Richtig. Hier lernt dein Hund verschiedene Tricks und Übungen, die anschließend mit Musik zu einer Choreo zusammengebaut werden. So kannst du gemeinsam mit deinem Vierbeiner das Tanzbein schwingen – ganz nach eurem persönlichen Niveau.

Dog Dancing kann jeder gesunde Hund machen. Das Schöne daran: Du kannst jede Choreo ganz individuell an euer Leistungsniveau anpassen. So hast du schnell erste Erfolgserlebnisse – und baust gleichzeitig den Grundgehorsam deines Hundes weiter aus. 

Dummytraining

Dummytraining spricht einen der tiefsten Urinstinkte unserer Hunde an: Das Stöbern und Suchen nach Beute. Auch deshalb macht so vielen Hunden die Nasenarbeit enorm viel Spaß. Ursprünglich kommt die Dummyarbeit aus der Jagdszene – die Hunde dort sollen schließlich das erlegte Wild zurück zum Menschen bringen. Die Dummys werden dafür entweder versteckt oder geworfen, dein Hund bringt ihn anschließend zurück. 

Im Grunde kann jeder Hund Dummytraining machen. Du kannst den Schwierigkeitsgrad und die Art des Trainings ganz individuell auf euch anpassen und auch gut allein üben. Du brauchst weder zwingend einen Hundeplatz noch viel Ausrüstung – nur dich und deinen Vierbeiner. 

Fährtenarbeit / Mantrailing

Auch die Fährtenarbeit bedient die grundlegenden Instinkte deines Hundes. Bei der klassischen Fährtenarbeit legt ein Mensch einen Gegenstand auf einem bestimmten Gelände ab. Der Hund folgt anschließend genau der Spur des Menschen, bis er den Gegenstand gefunden hat. Beim Mantrailing, wo der Hund lediglich der Geruchsspur des Menschen folgt, folgt der Hund hingegen nicht exakt der Spur des Menschen. 

Fährtenarbeit und Mantrailing kann jeder gesunde Hund machen. Je nach Trainingslevel und -ziel sollten Mensch und Hund aber durchaus sportlich ambitioniert sein. Wie fast immer kannst du aber auch diese Sportart ganz individuell an dich und deinen Hund anpassen.

Flyball

Staffellauf mit Ball – das beschreibt Flyball vermutlich am Besten. Dabei überwindet dein Hund mehrere Hindernisse, um am anderen Ende einen Ball abzuholen und dann wieder über die Hindernisse zurückzulaufen. Gestartet wird im Team auf Zeit.

Flyball ist nur für ausgewachsene, gesunde und sportliche Hunde geeignet. Du brauchst ein entsprechendes Team, die passende Ausrüstung und einen Hundeplatz, auf dem ihr trainieren könnt. Ein anspruchsvoller Hundesport, der etwas mehr Aufwand mit sich bringt. 

Gebrauchshundesport

Wenn man so will, ist der Gebrauchshundesport die Grundlage unseres heutigen Hundesports. Früher zeigten vor allem Diensthunde wie Schäferhunde oder Rottweiler hier ihr sportliches Können, heute sind grundsätzlich alle Rassen erlaubt. Zum Gebrauchshundesport gehören drei Bereiche: Fährten, Gehorsam und Schutzdienst.

Grundsätzlich kann jeder gesunde Hund Gebrauchshundesport machen – die Rasse ist mittlerweile nicht mehr entscheidend. 

Dog Frisbee / Dog Disc

Beim Dog Frisbee oder Dog Disc fängt dein Hund eine geworfene Frisbee. Was zunächst nicht allzu komplex klingt, wird oftmals mit hoher Geschwindigkeit und zusätzlichen Tricks kombiniert. Eine rasante Sportart, die für Coach-Potatoes eher nicht geeignet ist.

Weil Dog Frisbee hohe Geschwindigkeiten und Sprünge erfordert, sollte dein Hund ausgewachsen, gesund und auf keinen Fall übergewichtig sein. Angemessenes, nicht übermäßiges Training ist entscheidend, wenn den Hund gesund bleiben soll. 

Hoopers / NADAC

Beim Hoopers, auch NADAC genannt, absolvieren Hunde einen Parcours, der entfernt einem Agility-Parcours ähnelt. Der entscheidende Unterschied: Es gibt hier keine Sprünge oder engen Wendungen. Außerdem hast du nur einen kleinen Bereich zur Verfügung, in dem du dich bewegen darfst. Dein Hund wird auf Distanz durch die Bögen geschickt.

Hoopers ist aufgrund der fehlenden Sprünge vor allem für ältere oder eingeschränkte Hunde geeignet. Aber auch für Menschen, die nicht mehr gut zu Fuß sind, ist der Hundesport eine tolle Alternative zu Agility. 

Longieren

Beim Longieren wird der Hund unangeleint und rein körpersprachlich um einen gesteckten Kreis gelenkt. Auch Richtungs- und Tempowechsel sind möglich. Das Schöne daran: Longieren verbessert die Kommunikation zwischen dir und deinem Hund.

Longieren ist für fast jeden gesunden Hund geeignet. Du kannst das Niveau ganz einfach an dich und deinen Vierbeiner anpassen – und den Sport so auch bis ins hohe Alter betreiben.

Treibball

Beim Treibball schiebt (oder treibt) ein Hund verschiedene große Bälle in ein Tor. Die Reihenfolge, in der der Hund die einzelnen Bälle ins Tor treiben soll, ist festgelegt. Dem Hund verlangt Treibball jede Menge Selbstbeherrschung ab – schließlich darf er nicht jeden Ball wahllos vor sich herschieben.

Vor allem Hütehunde haben Spaß am Treibball – aber du kannst grundsätzlich mit jedem gesunden Hund starten. 

Wie fange ich mit Hundesport an? 

Hundeschulen bieten heutzutage viele verschiedene Hundesportarten an. Oftmals kannst du auch ein paar Schnupperstunden nehmen, um zu testen, welcher Kurs auch wirklich zu euch passt. Auch, wenn ihr in ein, zwei Teststunden natürlich nicht zum Top-Athleten werdet, kannst du doch schnell erkennen, ob du und dein Hund Spaß am Training haben – und dein vierbeiniger Trainingspartner den Anforderungen des Sports gewachsen ist. 

Auch spezielle Hundesportvereine bieten in der Regel eine Vielzahl von Hundesportarten an. Bei einem Hundesport-Dachverband, zum Beispiel dem DVG, findest du schnell Vereine in deiner Nähe, die deine Sportart anbieten. Auch hier kannst du meist ein paar Schnupperstunden nehmen – und verschiedene Sportarten ausprobieren. 

Hundesport in der Hundeschule Fellnase

Wenn du jetzt richtig Feuer und Flamme für Hundesport bist – und aus der Umgebung von Ammerthal stammst – dann schau doch gerne in unseren Hundesport-Kursen vorbei! Spaß und Freude am gemeinsamen Sport steht bei uns immer im Vordergrund, Drill und Druck haben bei uns keinen Platz. Wir wollen, dass du gemeinsam mit deinem Vierbeiner Spaß an der Bewegung findest – und ihr ein unzertrennliches Team werdet. 

Entdecke jetzt unsere Hundesport-Kurse!

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