Hund frisst leckerchen aus hand Hundeschule Fellnase

Was dürfen Hunde auf keinen Fall fressen?

Bei diesen Lebensmitteln sollte Vorsicht herrschen!

Kennen Sie die Lebensmittel, die für Ihren Hund giftig sind? Wenn nicht, helfen wir Ihnen, das herauszufinden. Hier sind sieben der häufigsten gefährlichen Lebensmittel für Hunde und einige Tipps, was zu tun ist, wenn Sie feststellen, dass Ihr geliebter vierbeiniger Freund eines dieser Lebensmittel gefressen hat:

1. Schokolade

schokolade Hundeschule Fellnase
Schokolade: Der leckere Snack ist für Hunde sehr schädlich!

Schokolade ist für Hunde giftig, weil sie Methylxanthinalkaloide enthält. Dies sind Stimulanzien, die das Herz, das Nervensystem und andere Organe im Körper schädigen können. Schokolade kann bei Hunden Erbrechen, Durchfall, Hecheln und sogar Krampfanfälle auslösen. Es ist wichtig zu wissen, dass dunkle Schokolade und Backschokolade giftiger sind als Milchschokolade. Allerdings stellen alle Arten von Schokolade eine Gefahr dar und sollten vermieden werden. In den meisten Fällen passiert Schokolade den Verdauungstrakt, ohne Schaden anzurichten. Es wird jedoch empfohlen, den Hund auf Anzeichen von Unwohlsein wie Erbrechen oder Durchfall zu beobachten, falls er eine große Menge Schokolade gefressen hat. Wenn Ihr Hund Anzeichen einer Schokoladenvergiftung zeigt, ist es wichtig, ihn so schnell wie möglich zu einem Tierarzt zu bringen. Der Tierarzt wird wahrscheinlich Erbrechen herbeiführen, Aktivkohle verabreichen und den Magen mit Flüssigkeit spülen.

2. Avocados:

avocado haelften in menschenhaenden Hundeschule Fellnase
Avocado: Vor Allem der Kern ist eine große Gefahr!

Avocados gehören zu den gefährlichsten Lebensmitteln, die ein Hund verzehren kann. Der Kern, die Schale und die Blätter dieser Frucht enthalten ein Toxin namens Persin, das bei Ihrem Haustier Erbrechen und Durchfall auslösen kann. Das Fruchtfleisch der Avocado ist auch für Hunde giftig. Die Symptome können innerhalb von Stunden nach dem Verzehr auftreten und umfassen Lethargie, Appetitlosigkeit, Schwäche, Muskelzittern und Herzprobleme. Wenn Sie den Verdacht haben, dass Ihr Hund eine Avocado gegessen hat, wenden Sie sich sofort an Ihren Tierarzt, um eine Behandlung zu erhalten.

3. Weintrauben & Rosinen:

weintraube rebe Hundeschule Fellnase
Weintrauben: Die Menge macht das Gift!

Der Verzehr von Weintrauben ist zwar nicht unbedingt giftig für Hunde, kann aber bei großen Mengen zu Nierenversagen führen. Dies geschieht, weil die Trauben reich an der Verbindung Sorbitol sind, die von Hunden nicht leicht verstoffwechselt wird und sich in ihrem System ansammeln kann. Zu den Symptomen einer Weintraubenvergiftung gehören Erbrechen, Durchfall und Lethargie. Deshalb ist es wichtig, dass Sie Ihren Hund nicht auf Weintrauben oder Rosinen kauen lassen und ihm nicht erlauben, große Mengen dieser Früchte zu fressen.

4. Zwiebeln:

zwiebeln geschnitten Hundeschule Fellnase
Zwiebeln: Selbst Dinge mit einem so scharfen Geschmack können bei gierigen Hunden Schäden verursachen.

Auf der Liste der Lebensmittel, die für Hunde giftig sind, stehen Zwiebeln und Knoblauch, die bei Hunden Anämie verursachen können, wenn sie in großen Mengen aufgenommen werden. Der Grund dafür ist, dass sie Verbindungen namens Thiosulfat und Disulfid enthalten, die die roten Blutkörperchen des Hundes zerstören. Dies wird als „hämolytische Anämie“ bezeichnet. Das Ergebnis ist, dass es zu wenige rote Blutkörperchen gibt, um den Sauerstoff durch den Körper Ihres Welpen zu transportieren, was dazu führt, dass er lethargisch wird, blasses Zahnfleisch entwickelt und Schwierigkeiten beim Atmen hat. Manche Hunde reagieren empfindlicher auf Zwiebeln und Knoblauch als andere, aber es gibt keine sichere Menge für alle Hunde.

5. Xylitol / Xylit / Birkenzucker:

bunte bonbons Hundeschule Fellnase
Xylitol: Dieser Süßstoff wird gerne als Zuckerersatz verwendet und ist für den Hund absolut gefährlich.

Xylitol ist ein Süßstoff, der häufig in zuckerfreien Bonbons und Kaugummis verwendet wird. Es kann für Hunde giftig sein, da der Körper es nicht gut verstoffwechseln kann, was zu einem niedrigen Blutzuckerspiegel führt, der Krampfanfälle, Leberversagen oder sogar den Tod zur Folge haben kann. Die toxische Dosis von Xylitol ist sehr gering, so dass selbst ein kleines Stückchen Süßigkeit gefährlich sein kann. Sollte also selbst der verdacht bestehen, dass Wenn Ihr Hund Xylit verschluckt hat, bringen Sie ihn sofort zum Tierarzt.

6. Nachtschattengewächse:

bunte paprika Hundeschule Fellnase
Nachtschattengewächse: Dieses unscheinbare Lebensmittel kann in größeren Mengen beim Hund zu Erbrechen & Durchfall führen.

Zu den Nachtschattengewächsen gehören zum Beispiel Tomaten, Paprika und Auberginen. Diese Pflanzen enthalten eine Verbindung namens Solanin, die für Hunde giftig ist. Solanin verursacht Magen-Darm-Beschwerden, wie Erbrechen, Durchfall und Bauchschmerzen. Wenn Ihr Hund eines dieser Lebensmittel gegessen hat, könnte er eine akute Überempfindlichkeit gegen diese Stoffe haben. Zu den Symptomen einer Solaninvergiftung gehören erweiterte Pupillen, Desorientierung und ein torkelnder Gang. Schwere Fälle können zu Krampfanfällen oder zum Tod führen.

7. Rohes Schweinefleisch:

rohes hackfleisch Hundeschule Fellnase
Rohes Schweinefleisch: Aufgrund der großen Gefahr durch Bakterien sollte generell jedes Fleisch vor dem Verzehr für den Hund abgekocht werden.

In rohem Schweinefleisch kann der Erreger der „aujeszkyschen Krankheit“ enthalten sein. Dieser Erreger ist für den Menschen zwar absolut unbedenklich, da wir über einen natürliche Immunität verfügen, bei Hunden jedoch ist dies nicht der Fall. Wenn ein Hund Schweinefleisch verzehrt, das nicht gründlich gekocht wurde, kann er an diesem Virus erkranken. Zu den Symptomen gehören Fieber, Durchfall und Erbrechen. Bleibt die Krankheit unbehandelt, kann sie für Ihren Hund tödlich sein. Das häufigste Symptom dieser Krankheit ist hohes Fieber. In schweren Fällen können die Hunde Krampfanfälle bekommen oder an Organversagen sterben.

Fazit

Als Hundebesitzer sind wir also dafür verantwortlich, unsere Augen und Ohren auch im Alltag offen zu halten und auf alles zu achten, was die Hunde sich (erlaubter oder unerlaubter Weise) zuführen. Denn wie in dieser Liste zu erkennen ist, sind gefährliche Stoffe in unseren Haushalten häufig auch in alltäglichen Lebensmitteln enthalten. Es lohnt sich also bei besonders gierigen Hunden penibel darauf zu achten, dass die oben aufgeführten Lebensmittel außerhalb der Reichweite der Hunde aufbewahrt werden.

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Anatomisch komisch – Die “Wolfskralle”

Als Hundehalter ist es für uns wichtig, uns so gut es geht mit den Körpern unserer Tiere vertraut zu machen, denn hier gilt ein wichtiger Leitsatz: Man kann nur sagen, ob ein Körperteil erkrankt aussieht, wenn ich den gesunden Zustand kenne. Nun sind bis auf das Fell und die Größe unsere Hunde meist sehr gleich aufgebaut – zwei Ohren, eine Fellnase, vier Pfoten und eine Rute (selbstverständlich ist hier noch viel mehr dabei). Jedoch gibt es ein Körperteil, das noch nicht jedem Hundehalter begegnet ist: Die “Wolfskralle”. 

Die Afterkralle, so heißt sie nämlich eigentlich, befindet (wo vorhanden) an der Innenseite der Hinterläufe und stellt das Pendant zur großen Zehe des Menschen dar. Im Gegensatz zu den anderen Krallen hat die Afterkralle keinen Bodenkontakt beim Laufen und dient somit nicht der Fortbewegung. Leider ist so ziemlich das Gegenteil der Fall: Beim Herumalbern kann sich diese Kralle leicht verfangen, ein- oder sogar abreißen. Außerdem ist hier darauf zu achten, dass die Kralle(n) regelmäßig gekürzt werden. Da diese keinen Bodenkontakt beim Laufen haben, raspeln sich die Hunde diese nicht selbstständig ab. Um ein Einwachsen dieser Krallen zu verhindern, muss also regelmäßig überprüft werden, ob es nicht Zeit für eine Pediküre ist. Für Hundehalter, deren Hunde mit dieser extra Kralle geboren wurden gilt hier also besondere Vorsicht! 

Entgegen des umgangssprachlichen Namens “Wolfskralle” hat dieses Körperteil nichts mit dem wilden Vorbild unserer Haushunde zu tun. Tatsächlich konnte bislang bei keinem frei lebenden Wolf eine Afterkralle nachgewiesen werden. Bei unseren Hunden sieht das wiederum ganz anders aus. Es gibt sogar Rassen, wie beispielsweise den Briard oder den Beauceron, bei denen dieses zusätzliche Körperteil zum Zuchtbild gehört – Beim Beauceron sogar in doppelter Ausführung! Die Afterkralle kann nämlich sowohl als einzelne Kralle an einer kleinen “großen Zehe” vorkommen, als auch doppelt – das bedeutet also zwei Krallen auf eine “Zehe”.

Da auch das Entfernen dieses Körperteils eine Amputation darstellt, ist dies (sofern keine medizinische Indikation gegeben) in Deutschland nicht erlaubt! Dies hat auch leider schon bei dem einen oder anderen Berner-Sennenhund zu einem Zuchtausschluss geführt, da diese Hunde ebenfalls immer wieder mit einer “Wolfskralle” zur Welt kommen, diese aber nicht dem Zuchtbild entspricht. 

Es ist also nicht so, dass ein Hund mit “Wolfskralle” besonders wild ist und besonderes Futter benötigt oder sich sonst das nächste Wildtier fängt. Besonders ist allerdings die Aufmerksamkeit, die der Halter diesem Körperteil schenken sollte, da hier gesundheitliche Probleme entstehen können, wenn die Kralle zu lang wird und einwächst oder beim tollen durch den Wald verletzt wird.

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